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Interview mit Ali Sarrad CEO & Founder sendmeback

Interview mit Ali Sarrad CEO & Founder sendmeback

Hallo, Herr Sarrad. Vor knapp 2 Jahren haben Sie sendmeback gegründet. Wie sind Sie auf die Idee gekommen?
Die Geschäftsidee für sendmeback ist eigentlich aus dem Alltag entsprungen: aus einer Situation, wie sie wahrscheinlich jeder schon einmal direkt oder indirekt erlebt hat. Ein Freund von mir hat innerhalb eines Monats zwei Mal sein Handy verloren.

Das erste Mal ist ihm das Handy vermutlich beim Aussteigen aus einem Taxi aus der Anzughose gerutscht. So etwas ist natürlich super ärgerlich, vor allem, wenn man das Handy nicht zurück bekommt. Zum einen der Verlust eines teuren Handys, zum anderen sind alle Kontakte, Fotos, Videos, Musik und andere Daten, die man noch nicht gesichert hatte, weg.

Das zweite Mal hat mein Freund sein Handy versehentlich in einer Discothek in Amsterdam liegen lassen. Als wir versuchten ihn zu erreichen, ging der ehrliche Finder des Handys ans Telefon – der kein Deutsch sprach, was die Übergabe kompliziert machte.

In der Woche darauf erzählte ich einem Arbeitskollegen von der Geschichte und wir sprachen darüber, wie ärgerlich der Verlust des Smartphones ist und was man in einer solchen Situation als Geschädigter überhaupt tun kann und wo man als Finder in einer fremden Stadt ein verlorenes Smartphone überhaupt abgeben würde. Mir war sofort klar, man bräuchte eine Art Plattform, sozusagen ein Fundbüro 2.0, um die Rückgabe eines gefunden Smartphones, Notebook oder Tabletts so einfach wie möglich zu machen.
2014 ist so eigentlich die Idee zu sendmeback entstanden.

Wie wurde aus der Geschäftsidee dann das Unternehmen sendmeback?
Durch meinen Beruf als Produktionsleiter und Qualitätsmanager war ich von 2009 – 2015 viel in Asien und Europa unterwegs. Mein Leben war eine reine Achterbahn und ich liebte meinen Job und das was ich tat. Ich hatte das Glück viele Länder, fremde Kulturen und Menschen dieser Welt kennen lernen zu dürfen und bin dankbar dafür, dass es mich zudem gemacht hat, was ich heute bin. Von einem Land ins andere, von einem Hotel ins nächste und das 300 Tage im Jahr. Immer unter Strom, immer aus dem Koffer leben. Das Leben drehte sich um Zahlen und Fakten.

2015 ereilte mich dann ein gesundheitlicher Schicksalsschlag, der mein Leben in andere Bahnen leitete. Ich musste 10 Tage im Krankenhaus in Asien verweilen und habe mir die Zeit mit Youtube-Videos vertrieben und stieß durch Zufall auf das Video der Stanford Abschlussrede 2005 von Steve Jobs. Diese Rede hat mich stark beeindruckt und mir die Augen geöffnet. Es war als hätte Steve Jobs die Rede für mich und mein Leben geschrieben. Immer und immer wieder hörte ich mir seine Worte, seine Vision an und es motivierte mich so sehr, dass ich beschloss etwas zu schaffen, was anderen Menschen weiterhilft und womit auch sie anderen helfen konnten. Die Idee zu sendmeback und mein Wunsch nach persönlicher Selbstverwirklichung waren dann Ansporn genug mich hinter das Thema zu klemmen und es auszuarbeiten. In kürzester Zeit stellte ich den Businessplan auf die Beine und sendmeback war geboren.

Was war Ihnen bei sendmeback besonders wichtig?
Das Allerwichtigste bei sendmeback war für uns, dass es für Finder und Besitzer gleichermaßen unkompliziert und einfach ist. Der Besitzer registriert sich einmalig, bringt das sendmeback-Hologramm auf dem Smartphone, Tablet oder Notebook an und kann den Schutz vor Verlust sofort nutzen. Es gibt keine verstecken Kosten oder eine Vertragsbindung.

Der Finder muss lediglich online ein Formular ausfüllen und erhält dann per E-Mail von sendmeback einen frankierten Versandschein zum Ausdrucken, was das Zurückschicken wirklich kinderleicht macht. Außerdem gewährleisten wir 100 % Anonymität für Besitzer und Finder.

Warum sollte ein Finder ein gefundenes Handy zurückschicken?
Weil die Leute ehrlich sind und sich gut in die Situation des Geschädigten hineinversetzen können. Ich habe persönlich die Erfahrung gemacht, dass wenn man Menschen die Möglichkeit gibt etwas Gutes zu tun, dann machen sie es auch.
Es gibt mehr ehrliche Finder als man denkt! Im Jahr 2016 wurden auf dem Oktoberfest in München 1.061 Smartphones durch ehrliche Finder abgegeben.
Man muss außerdem bedenken, dass die meisten Geräte gesperrt sind und nur mit persönlichem Code oder Fingerprint zu bedienen sind. Es ist eigentlich unmöglich ein gefundenes Gerät zu überlisten. Es gibt sehr viele technische Punkte, warum man ein gefundenes Gerät zurückschickt, aber der wichtigste ist die Menschlichkeit, worauf mein Unternehmen aufgebaut ist.

Zusätzlich suggeriert das sendmeback-Hologramm dem Finde einen gewissen Schutz-Charakter und ist ein Ansporn für den Finder das gefundenen Gerät zurückzugeben und mit seiner Ehrlichkeit Gutes zu tun. Und nicht zuletzt zahlt sendmeback jeden Finder auf Wunsch 25,- Euro Finderlohn.

Was dürfen wir von sendmeback in der Zukunft erwarten?
Sendmeback wird sich zukünftig weiter auf den Bereich mobile Sicherheit spezialisieren. Ab März 2017 werden unsere Kunden mit der Veröffentlichung unserer sendmeback® App die Möglichkeit haben Ihr verloren gegangenes Smartphone mit Hilfe Ihrer E-Mailadresse zu tracken, zu sperren und Push-Nachrichten mit Aufforderungen für den Finder anzeigen zu lassen.

Alles was man hierfür benötigt, ist eine bei sendmeback registrierte E-Mailadresse und einen Internetzugang, um sein Gerät auf sendmeback als „verloren“ zu markieren. Über die App kann das Smartphone dann geortet werden oder das Gerät wird komplett blockiert, so dass nicht mal das Ausschalten möglich ist und die Ortung des Geräts durchgeführt werden kann.

Wie Sie sehen, sind die Herausforderungen im mobilen Zeitalter groß und wir als sendmeback freuen uns darauf, mit Ihnen zu wachsen.

Stay hungry, stay foolish.

(Steve Jobs)

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